PNG-Bilder komprimieren
PNG-Screenshots und -Grafiken verlustfrei optimieren oder Farben reduzieren für viel kleinere Dateien.
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PNG in drei Schritten komprimieren
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Die Standardvoreinstellung passt für die meisten Dateien. Ändern Sie Qualität, Größe oder Format, wenn Sie eine kleinere Datei brauchen.
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Speichern Sie jede Datei einzeln oder alle als eine ZIP-Datei. Kann eine Datei nicht kleiner werden, behalten Sie das Original.
Wofür PNG gut ist
PNG (Portable Network Graphics) entstand 1996 als patentfreier Ersatz für GIF. Es ist verlustfrei: Jedes dekodierte Pixel ist genau das Pixel, das gespeichert wurde. Es unterstützt volle Farbe, Graustufen, indizierte Farben mit Palette und einen vollständigen Alphakanal, sodass Kanten weich in jeden Hintergrund übergehen können. Deshalb ist PNG die übliche Wahl für Screenshots, Logos, Icons, Grafiken von Benutzeroberflächen, Diagramme und alles mit scharfem Text.
Der Preis der Verlustfreiheit ist die Größe. Ein als PNG gespeichertes Foto ist oft ein Mehrfaches größer als dasselbe Foto als JPEG, weil sich das Rauschen und die feine Textur eines Fotos nicht gut genug vorhersagen lassen, um sie zu komprimieren.
Warum PNG-Dateien trotzdem schrumpfen können
PNG komprimiert in zwei Stufen. Zuerst erhält jede Pixelzeile einen Filter (None, Sub, Up, Average oder Paeth), der Pixelwerte durch ihre Differenz zu den Nachbarn ersetzt; einfarbige Flächen werden so zu langen Folgen von Nullen. Dann werden die gefilterten Daten mit DEFLATE gepackt, demselben Algorithmus wie bei ZIP. Viele Programme wählen Filter und DEFLATE-Einstellungen eher schnell als gut, sodass sich dieselben Pixel oft in weniger Bytes speichern lassen.
Daraus ergeben sich zwei Wege, ein PNG zu verkleinern:
- Verlustfreie Optimierung. Das Tool nutzt OxiPNG, das verschiedene Filterstrategien und Komprimierungseinstellungen ausprobiert und das kleinste Ergebnis behält. Das Bild bleibt pixelgenau identisch. Der Gewinn hängt stark davon ab, wie die Datei gespeichert wurde: Ein Export aus einem schnellen Screenshot-Tool schrumpft oft spürbar, eine bereits optimierte Datei ändert sich kaum.
- Palettenreduktion (verlustbehaftet). Ein Vollfarb-PNG mit Transparenz speichert 4 Byte pro Pixel. Wandelt man es in eine Palette mit bis zu 256 Farben um, sind es 1 Byte pro Pixel, bevor DEFLATE überhaupt beginnt. Deshalb spart dieser Modus meist weit mehr. Flächige Grafiken und Screenshots überstehen das gut; weiche Verläufe und Fotos können Streifen zeigen.
Palettenreduktion ist der Standard (Modus „Smart“, 256 Farben mit Dithering); stellen Sie die PNG-Komprimierung auf „Verlustfrei“, wenn jedes Pixel exakt bleiben muss. Die Einstellung für die Farbanzahl steuert die Palettengröße; weniger Farben bedeuten eine kleinere Datei und ein höheres Risiko sichtbarer Stufen in Verläufen.
Einstellungen für typische Aufgaben
| Bild | Modus | Hinweise |
|---|---|---|
| Logo oder Icon | „Smart“, 64–256 Farben | Weiche Kanten vor dunklem und hellem Hintergrund prüfen |
| Screenshot mit Text | „Smart“, 256 Farben, oder „Verlustfrei“ | Zuerst verkleinern, wenn er von einem hochauflösenden Bildschirm stammt |
| Diagramm für eine Dokumentation | „Verlustfrei“ | Hält jede Linie exakt für spätere Bearbeitung |
| Versehentlich als PNG gespeichertes Foto | Ausgabe in JPG oder WebP umwandeln | PNG nur verwenden, wenn Sie Transparenz oder exakte Pixel brauchen |
Retina-Screenshots sind eine häufige Quelle riesiger PNGs: Eine Vollbildaufnahme auf einem Laptop-Display mit 2880 × 1800 hat mehr als 5 Millionen Pixel. Wird die längste Seite auf 1600 px verkleinert, sinkt das auf weniger als ein Drittel, und das bringt meist mehr als jede Komprimierungseinstellung.
Zur Orientierung: In unseren Tests wurden vier PNG-Screenshots von Seiten auf Wikipedia, MDN und GitHub im Standardmodus „Smart“ um 58–60 % kleiner und im Modus „Verlustfrei“ im Median um etwa ein Drittel. Ihre eigenen Dateien können stärker oder weniger stark schrumpfen.
Häufige Probleme
- Streifen in Verläufen nach dem Modus „Smart“. Erhöhen Sie die Farbanzahl oder wechseln Sie zurück zu verlustfrei.
- Ein gezackter Saum um ein transparentes Logo. Geglättete Kanten brauchen mehrere Transparenzstufen; behalten Sie bei solchen Bildern mindestens 128 Farben.
- Kaum Ersparnis im verlustfreien Modus. Die Datei war schon gut gepackt. Nur Palettenreduktion oder kleinere Abmessungen machen einen echten Unterschied, und das Tool gibt die Originaldatei zurück, wenn sich nichts Kleineres erzeugen lässt.
- Das PNG ist ein Foto. JPEG oder WebP passt besser zum Inhalt und wird weit kleiner.
Fragen zu PNG
Verändert der verlustfreie Modus mein Bild überhaupt?
Nein. Die dekodierten Pixel sind identisch; nur die Art, wie sie gepackt sind, ändert sich. Sie können den Vorher-Nachher-Vergleich in jeder Zoomstufe betrachten und werden keinen Unterschied finden.
Was ist der Unterschied zwischen PNG-8 und PNG-24?
Das sind inoffizielle Bezeichnungen. PNG-8 steht für ein indiziertes Bild mit einer Palette von bis zu 256 Farben; PNG-24 für volle RGB-Farbe, und PNG-32 ergänzt einen Alphakanal. Der Palettenmodus dieses Tools erzeugt PNG-8-Dateien, die trotzdem Transparenz enthalten können.
Bleibt die Transparenz beim Komprimieren erhalten?
Ja, in beiden Modi. Wenn Sie die Ausgabe in JPG umwandeln, werden transparente Bereiche weiß, weil JPEG keinen Alphakanal hat.
Soll ich auf meiner Website PNG oder WebP verwenden?
Für Fotos mit Transparenz ist WebP meist viel kleiner, und alle aktuellen Browser zeigen es an. Dieses Tool schreibt WebP im verlustbehafteten Modus; für Grafiken, die pixelgenau bleiben müssen, behalten Sie daher PNG, das sich auch in älterer Software öffnen lässt.
Weitere Bildtools
Der Bildkompressor verarbeitet einen gemischten Stapel von Dateien. Animierte Grafiken gehören in den GIF-Kompressor, und So funktioniert’s erklärt ausführlicher, was verlustfrei und verlustbehaftet bedeuten.