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MP4-Videos komprimieren

MP4-Videos auf eine Größe in MB oder per Qualitätsvoreinstellung verkleinern, kodiert auf Ihrem eigenen Gerät.

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MP4 in drei Schritten komprimieren

  1. Dateien hinzufügen

    Ziehen Sie Dateien in das Feld, fügen Sie sie ein oder wählen Sie sie auf Ihrem Gerät aus. Nichts wird hochgeladen.

  2. Einstellungen prüfen

    Die Standardvoreinstellung passt für die meisten Dateien. Ändern Sie Qualität, Größe oder Format, wenn Sie eine kleinere Datei brauchen.

  3. Ergebnis herunterladen

    Speichern Sie jede Datei einzeln oder alle als eine ZIP-Datei. Kann eine Datei nicht kleiner werden, behalten Sie das Original.

MP4 ist ein Container, kein Codec

MP4 (MPEG-4 Part 14) ist ein Dateicontainer: eine Hülle mit einer Videospur, einer oder mehreren Audiospuren und manchmal Untertiteln und Kapitelmarken. Über Größe und Qualität entscheidet der Codec, der für jede Spur verwendet wird. Die meisten MP4-Dateien enthalten H.264-Video (auch AVC genannt) mit AAC-Audio, die Kombination, die auf praktisch jedem Handy, Browser, Fernseher und Schnittprogramm läuft. Neuere MP4s können H.265 (HEVC) oder AV1 nutzen, die besser komprimieren, aber nicht überall unterstützt werden.

Deshalb können zwei gleich lange MP4-Dateien 20 MB und 2 GB groß sein. Der Container ist derselbe; Auflösung, Bildrate und Bitrate darin sind es nicht.

Die Bitrate bestimmt die Dateigröße

Die Größe eines Videos ist einfache Rechnerei: Bitrate × Dauer. Eine Minute mit 8 Megabit pro Sekunde ergibt 8 × 60 ÷ 8 = 60 MB. Handys und Kameras nehmen mit großzügigen Bitraten auf, weil sie in Echtzeit und mit wenig Aufwand pro Bild kodieren müssen; eine langsamere, sorgfältige Kodierung braucht für ein gleich aussehendes Bild weniger Bits. Zum Vergleich: Die von YouTube empfohlenen Upload-Bitraten (öffnet in neuem Tab) für H.264 bei 24–30 Bildern pro Sekunde liegen bei 8 Mbit/s für 1080p, 5 Mbit/s für 720p und 2,5 Mbit/s für 480p.

Auflösung und Bitrate gehören zusammen. Presst man ein 1080p-Video in eine sehr niedrige Bitrate, wird das Bild unscharf und blockig; skaliert man es vorher auf 720p, teilen sich weniger als halb so viele Pixel dieselben Bits, und das Ergebnis wirkt auf einem Handybildschirm sauberer.

So nutzen Sie die Einstellungen

Das Tool kodiert das Video in Ihrem Browser mit dem Hardware-Encoder neu, den Ihr Gerät über WebCodecs bereitstellt, und schreibt ein neues MP4 mit H.264-Video und AAC-Audio (Firefox hat keinen AAC-Encoder und schreibt den Ton als Opus). Sie können zwischen zwei Arten der Steuerung wählen:

  • Zielgröße. Geben Sie die benötigte Größe ein, zum Beispiel 24 MB für Gmail. Das Tool berechnet die Bitrate aus der Dauer: Bei einem 2-minütigen Clip ergeben 24 MB × 8 ÷ 120 s insgesamt 1,6 Mbit/s, nach 128 kbit/s für den Ton bleiben etwa 1,5 Mbit/s für das Bild. Hardware-Encoder treffen eine Zielgröße nicht exakt, peilen Sie also etwas unter dem tatsächlichen Limit an.
  • Qualitätsvoreinstellung. „Hohe Qualität“, „Ausgewogen“ (Standard) oder „Kleinste Datei“, wenn Sie kein festes Limit haben.

Eine maximale Auflösung (standardmäßig 1080p, bezogen auf die kürzere Seite, sodass ein Hochkantvideo vom Handy hochkant bleibt), eine Obergrenze für die Bildrate (60, 30 oder 24) und das Entfernen der Audiospur verringern die Größe weiter.

ZielEmpfohlene Einstellungen
E-Mail (Limit 20–25 MB)Zielgröße 18–22 MB; 720p für Clips, die länger als etwa eine Minute sind
WhatsApp-Videonachricht720p, „Ausgewogen“; das Standardlimit für Videos bei WhatsApp liegt bei 100 MB, und WhatsApp kodiert ohnehin neu
Website-Hintergrund oder Produktclip720p oder 1080p, „Kleinste Datei“, Ton entfernt
Familienvideo aufbewahrenOriginal behalten; wenn Sie Platz sparen müssen, 1080p, „Hohe Qualität“

Grenzen der Videokomprimierung im Browser

Die Kodiergeschwindigkeit hängt vom Hardware-Encoder Ihres Geräts ab: In unseren Tests kodierte ein schneller Windows-PC in Chrome einen 60-sekündigen 1080p-Clip in etwa 20 Sekunden, während ein älteres Handy ein Mehrfaches der Cliplänge brauchen kann. Weil ein Browser-Tab nur begrenzt Arbeitsspeicher hat, werden Dateien über 4 GB auf einem Computer oder über 1 GB auf einem Handy mit einer Meldung abgelehnt. Video braucht WebCodecs, verfügbar in aktuellen Versionen von Chrome, Edge und Opera, in Firefox ab Version 130 und in Safari ab Version 26.

Fragen zu MP4

Warum hat mein komprimiertes Video nicht genau die Zielgröße?

Encoder verwenden mehr Bits für schnelle Bewegungen und weniger für ruhige Szenen, daher landet das Ergebnis in der Nähe der Zielgröße, nicht genau darauf. Ist es etwas zu groß geworden, starten Sie erneut mit einer um 10 % niedrigeren Zielgröße.

Bleibt der Ton synchron?

Ja. Ton und Bild werden gemeinsam neu kodiert und mit denselben Zeitstempeln geschrieben. Eine niedrigere Bildrate ändert die Dauer nicht.

Wird ein MP4 schlechter, wenn ich es zweimal komprimiere?

Jede verlustbehaftete Kodierung kostet Details. Beginnen Sie immer mit der Originalaufnahme, nicht mit einer Datei, die ein Messenger oder ein früherer Durchgang schon komprimiert hat.

Kann ich stattdessen ein WebM erhalten?

Ja, WebM mit VP9-Video und Opus-Audio steht als Ausgabe zur Verfügung. Für Websites ist das eine gute Wahl; zum Teilen mit anderen Menschen läuft MP4 an mehr Orten.

Was ist mit H.265- oder AV1-Dateien von meinem Handy?

Ihr Browser dekodiert sie, wenn das Gerät diese Codecs unterstützt. Die Ausgabe ist H.264, das kompatibler ist; die Datei schrumpft daher möglicherweise kaum, wenn Sie nicht auch die Auflösung oder die Zielgröße senken.

Andere Videoformate

Für iPhone-Aufnahmen gibt es eine eigene Seite zu MOV, und Dateien mit mehreren Audio- oder Untertitelspuren behandelt die Seite zu MKV. Alle Videotools finden Sie auf der Seite des Videokompressors, und So funktioniert’s erklärt, warum nichts hochgeladen wird.